Feldfuttermischung – Auf die Zusammensetzung kommt es an

Feldfutter bildet das Zentrum der biologischen Fruchtfolge, daher ist die richtige Wahl und Zusammensetzung der Feldfuttermischung ein wichtiger Punkt vor der Aussaat. Durch den drei- bis vierjährigen Anbau von Feldfutter mit Futterleguminosen, verschiedenen Gräsern und Kräutern werden direkt mehrere positive Effekte erreicht. Zu einen wird dem Bodenleben, über die absterbenden Wurzeln und Wurzelausscheidungen viel Nahrung geliefert, was später in Humus umgewandelt wird. Zudem fördert die ausbleibende Bodenbearbeitung in der Feldfutterperiode das Bodenleben.

Die dichte Grasnarbenbildung und mehrfach abtragende Schnitte pro Jahr, bewirken eine gute Beikrautunterdrückung. Bei der Mischungszusammensetzung muss zum einen darauf geachtet werden, dass wüchsige Komponenten in der Mischung sind (z.B. Obergräser wie Weidelgras) um einen schnellen Neuaufwuchs zu gewährleisten, die Beikräuter unterdrückt. Zudem sollen ausläufertreibende Komponenten (z.B. Weißklee, Rotschwingel, Wiesenrispe) enthalten sein, um bestehende oder entstehende Lücken zu schließen und eine Keimung anderer Beikräuter in diesen Lücken zu verhindern.

Durch das Vorhandensein von Leguminosen wird Luftstickstoff gebunden, welcher den begleitenden Gräsern und Kräutern in der Mischung während der Vegetation und den Folgekulturen nach dem Umbruch, dient.

Bei den Gräsern soll darauf geachtet werden, dass neben den ertragreicheren Obergräsern (z.B. Weidelgräser, Knaulgras), auch ausreichend Untergräser (z.B. Wiesenrispe, Schwingel) in der Mischung vorhanden sind. Diese sorgen mit mehr Blatt- und Stielmasse zu einem dichten Bestand. Zusätzlich sind diese Gräser überwiegend Ausläufer treibend, was zusätzlich für einen dichteren Bestand am Boden sorgt. Die Auswahl der Zusammensetzung soll auch nach der Wasserversorgung am Standort gerichtet werden. So sollen neben Gräsern mit hohem Wasserbedarf wie dem Weidelgras auch trockenheitsresistentere Arten wie Knaulgras oder Wiesenschwingel enthalten sein, um in trocken Perioden einen Aufwuchs zu sichern. Durch die Futterwertzahlen und den Abreifezeitpunkten aller Gräser und Leguminosen ergibt sich somit ein qualitativ hochwertiges Futter.

Die Gräser sollten einen Bestandteil von rund 60 % in der Feldfuttermischung haben. Die restlichen 40 % sollen mit den Futterleguminosen Weißklee, Rotklee und/oder Luzerne gefüllt werden. Kräuter können bei Bedarf mit rund 5 bis max. 10 % eingemischt werden, um einen positiven Effekt auf die Tiergesundheit und die Schmackhaftigkeit zu erreichen.

Allgemein bietet es sich an, auf verschiedene Sorten zurückzugreifen, um für eine optimale Standortanpassung zu sorgen. Luzerne bietet sich besonders auf trockenheitsanfälligeren Standorten als Partner an.

Eine Ansaat wird von August bis Mitte September mit einer Aussaatstärke von rund 40 kg/ha empfohlen. Eine Ansaat mit einer Deckfrucht (z. B. Grünschnittroggen; 100-120 kg/ha) ist interessant, um die jungen Gräser- und Kleepflanzen über den Winter vor der Kälte zu schützen.

Autoren: Svenja Zelder & Ben Mangen