Kleegras ohne Kühe

Eine Herausforderung für viehlose Betriebe
Feldfutter als Ackergras, mehr aber noch in Form von Klee- oder Luzerne-Gras, ist ein „Motor“ für den Aufbau und Erhalt der Bodenfruchtbarkeit.Feldfutter als Ackergras, mehr aber noch in Form von Klee- oder Luzerne-Gras, ist ein „Motor“ für den Aufbau und Erhalt der Bodenfruchtbarkeit.

Das Feldfutter wirkt hierbei zweifach: Zunächst direkt auf dem Feld durch ober- und unterirdische organische Stoffe wie Wurzelausscheidungen, Wurzelumsatz sowie oberirdischen Stängel- und Blattrückständen. Zum Zweiten nach seiner „Veredelung“ durch Wiederkäuer zu wertvollem Mist und Gülle für Acker und Grünland. Viele Studien zeigen, dass die positive Wirkung des Mistes von Wiederkäuern auf die Bodenfruchtbarkeit kaum zu überbieten ist.

Gerade im ökologischen Landbau ist die Stickstoffversorgung eine zentrale Herausforderung. Mineralische Stickstoffdünger stehen nicht zur Verfügung, weshalb Leguminosen eine entscheidende Rolle spielen. … weiterlesen “Kleegras ohne Kühe”

Mit Zwischenfrucht gut vorbereitet ins Frühjahr

Die richtige Zwischenfrucht für gesunde Böden, ein aktives Bodenleben und leistungsfähige Sommerkulturen – Teil II

Zwischenfrüchte bieten zahlreiche Vorteile in der Fruchtfolge

Im ersten Teil des Artikels, der in der letzten Ausgabe erschienen ist, haben wir die Vorteile von Zwischenfrüchten umfangreich beleuchtet und sind auf die Zwischenfrüchte vor Herbstkulturen eingegangen. In diesem zweiten Teil liegt der Fokus auf den Zwischenfrüchten vor den Frühjahrskulturen. Hier ergeben sich aufgrund der längeren Wachstumsphase mehr Möglichkeiten bei der Festlegung der Aussaatzeitpunkte und Mischungen. Zwischenfrüchte sind besonders wichtig, um freiwerdende Nährstoffe aufzunehmen und diese im Oberboden für die Pflanzen verfügbar zu halten. Sommerkulturen sind von Hitze- und Trockenstress betroffen und sind somit besonders darauf angewiesen, dass der Boden optimal vorbereitet ist, um möglichst lange Wasser zu speichern und Regen schnell und effizient aufzunehmen. … weiterlesen “Mit Zwischenfrucht gut vorbereitet ins Frühjahr”

Körnerleguminosen erfolgreich anbauen

Abendfeldbegehung unterstreicht Bedeutung von Kultur- und Sortenwahl

Am 30. Juni fand in Weicherdingen auf der Fläche des Bio-Betriebs Rossler eine Abendfeldbegehung zum Thema Körnerleguminosen statt. Obwohl der Anbau letzterer zahlreiche ökologische Vorteile bietet und Körnerleguminosen aufgrund des hohen Proteingehalts einen wichtigen Beitrag zur globalen Proteinversorgung leisten können, ist der Anbauumfang in Luxemburg weiterhin sehr gering.

Vor diesem Hintergrund wurden im Rahmen des EU-Projekts OrganicYieldsUP die wichtigsten Einflussfaktoren und Stellschrauben für einen erfolgreichen Anbau von Körnerleguminosen vorgestellt. Eine der entscheidenden Maßnahmen ist eine wirksame Beikrautregulierung, da Körnerleguminosen in der Jugendentwicklung zunächst nur eine geringe Konkurrenzkraft gegenüber Beikräutern besitzen. Weitere ertragsbegrenzende Faktoren sind Wurzelschäden und eine geringe Knöllchenbildung u. a. infolge pilzlicher Schaderreger. Diese treten insbesondere bei einem hohen Anteil von Leguminosen in der Fruchtfolge auf. Deshalb ist die Einhaltung … weiterlesen “Körnerleguminosen erfolgreich anbauen”

Welche Zwischenfrucht passt?

Teil I: Zwischenfrucht vor Herbstkultur

Der Anbau von Zwischenfrüchten bietet viele Vorteile und ist ein Grundprinzip des biologischen Landbaus. Doch welche Zwischenfrüchte kommen vor einer Herbstkultur infrage?

Zwischenfrüchte können Beikräuter unterdrücken, Nährstoffe für die Folgekultur erschließen und speichern, Humus aufbauen, die biologische Aktivität im Boden steigern und damit bodenbürtige Krankheiten reduzieren sowie Bodenerosion vorbeugen. Die sich verändernden Klimabedingungen machen den Zwischenfruchtanbau noch wichtiger. Hitze und Trockenheit bremsen die Mineralisierung im Boden. Setzen anschließend Niederschläge ein oder wird der Boden bearbeitet, läuft sie wieder verstärkt ab, und das Risiko, dass freigesetzte Nährstoffe ausgewaschen werden, steigt.

Ein wesentlicher Vorteil einer Zwischenfrucht ist die Zunahme der biologischen Aktivität der im Boden lebenden Mikroorganismen. Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen konnte dies nachweisen, indem sie Brachen, Senf-Reinsaat und Zwischenfruchtmischungen miteinander verglich. Insbesondere bei den Mischungen … weiterlesen “Welche Zwischenfrucht passt?”

Wintergetreide im Mittelpunkt

Gemeinsame Abendfeldbegehung von LTA und IBLA

Am 17. Juni fand bei sommerlichen Temperaturen die alljährliche Feldbegehung zu den Sortenversuchen im Wintergetreide statt, die gemeinschaftlich vom LTA und dem IBLA organisiert wurde. Die über 100 teilnehmenden LandwirtInnen konnten sich dabei im Feld ein Bild von verschiedenen Sorten unter Luxemburger Anbaubedingungen machen.

Der erste Teil der Veranstaltung fand auf dem konventionell bewirtschafteten Wintergerste Schlag des Betriebs Patrick Morn in Huldange statt. Dort gab Pol von Schachtmeyer vom LTA einen Überblick über die wichtigsten Krankheiten in der Wintergerste und erläuterte, wie diese im Feld sicher erkannt werden können. Er betonte, dass im Sinne des integrierten Pflanzenschutzes eine Fungizidbehandlung erst dann durchgeführt werden sollte, wenn die oberen, für den Ertrag entscheidenden Blattetagen (F1-F3) von einer Krankheit befallen sind. Eine frühere Behandlung ist … weiterlesen “Wintergetreide im Mittelpunkt”

Feldfuttermischung – Auf die Zusammensetzung kommt es an

Feldfutter bildet das Zentrum der biologischen Fruchtfolge, daher ist die richtige Wahl und Zusammensetzung der Feldfuttermischung ein wichtiger Punkt vor der Aussaat. Durch den drei- bis vierjährigen Anbau von Feldfutter mit Futterleguminosen, verschiedenen Gräsern und Kräutern werden direkt mehrere positive Effekte erreicht. Zu einen wird dem Bodenleben, über die absterbenden Wurzeln und Wurzelausscheidungen viel Nahrung geliefert, was später in Humus umgewandelt wird. Zudem fördert die ausbleibende Bodenbearbeitung in der Feldfutterperiode das Bodenleben.

Die dichte Grasnarbenbildung und mehrfach abtragende Schnitte pro Jahr, bewirken eine gute Beikrautunterdrückung. Bei der Mischungszusammensetzung muss zum einen darauf geachtet werden, dass wüchsige Komponenten in der Mischung sind (z.B. Obergräser wie Weidelgras) um einen schnellen Neuaufwuchs zu gewährleisten, die Beikräuter unterdrückt. Zudem sollen ausläufertreibende Komponenten (z.B. Weißklee, Rotschwingel, Wiesenrispe) enthalten sein, um bestehende oder entstehende … weiterlesen “Feldfuttermischung – Auf die Zusammensetzung kommt es an”

podcast: biologische pflanzenschutzmittel – hoffnungsträger mit hürden

In dieser Folge von „FiBL Focus“ geht es um die Suche nach wirksamen, biologischen Lösungen gegen Pflanzenkrankheiten und Schädlinge. Diese sollen umweltverträglich und wirtschaftlich tragbar sein. Ein spannendes Beispiel ist unser Projekt TASSILI!

Gemeinsam mit dem Luxembourg Institute of Science and Technology – LIST und der Université de Reims Champagne-Ardenne erforschen wir natürliche Wirkstoffe aus Hülsenfrüchten als nachhaltige Alternative.

Mehr dazu in der neuen Folge von FiBL Focus!

Unsere Forscherinnen Steffi Zimmer und Hanna Heidt geben Einblicke in unsere Arbeit und Barbara Thüring von der Pflanzenschutzgruppe des Research Institute of Organic Agriculture (FiBL) ergänzt spannende Untersuchungen zu Botanicals und Mikroorganismen, besonders zur Mehltaukontrolle.

Podcast hören

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Lauschtert eran an de podcast vum radio 100,7

Vill Ranner bedeit och vill Piff an en intensiven Ubau vu Fuddermais. Mee wat bedeit dat fir d’Waasserqualitéit vun onse Baachen a Flëss? Wéi eng Mesurë kënne geholl ginn, fir d’Flëss ze schützen a wat ass dovun och wierklech ëmsetzbar?

D’Stéphanie Zimmer schwätzt d’Bio-Approche un, dass d’Unzuel vun de Ranner un d’Fläch vu Gréngland gekoppelt sollt sinn a méi divers opgestallte landwirtschaftlech Betriber eng Alternativ duerstelle kënnen. Lauschtert eran an de Podcast vum radio 100,7 a maacht Iech e Bild.

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Anbau von alten Weizensorten in einem Wasserschutzgebiet des Natur- & Geopark Mёllerdall

Als alte Weizensorten oder Landrassen bezeichnet man historische Weizensorten, deren genetische Entwicklung vor der Intensivierung der Landwirtschaft stattfand. Es handelt sich dabei um lokal angepasste Sorten, die vor allem durch Selektion erhalten und vermehrt werden konnten. Durch die lokale Anpassung unterscheiden sich alte Sorten durch ihre genetische Vielfalt von modernen Weizensorten. Diese Vielfalt verleiht alten Sorten eine erhöhte Resilienz gegenüber Krankheiten, da unterschiedliche Abwehrmechanismen die Pflanzen vor starken Befällen schützen können. Erst später begann die Züchtung sich stärker auf Erträge zu fokussieren und verlor, bedingt durch die Entwicklungen der Grünen Revolution in den 1960er Jahren, die genetische Vielfalt aus dem Blick. Äußerlich unterscheiden sich die alten Sorten von den modernen Sorten vor allem durch den höheren Wuchs und die ausgeprägtere Blattmasse. Dies führt zu einem erhöhten Beschattungsgrad der … weiterlesen “Anbau von alten Weizensorten in einem Wasserschutzgebiet des Natur- & Geopark Mёllerdall”

Neue Impulse für den Ökolandbau

IBLA als Teil der 18. Wissenschaftstagung Ökologischer Landbau in Bonn

Wie kann sich der ökologische Landbau weiterentwickeln und gleichzeitig den unterschiedlichen Erwartungen von Landwirtschaft, Gesellschaft und Politik gerecht werden? Diese Frage stand im Fokus der Wissenschaftstagung Ökologischer Landbau 2026, die Anfang März in Bonn stattfand. Unter dem Motto „Widerspruch begegnen – viele Antworten, ein Ökolandbau“ kamen Forschende, Beratende sowie Vertreterinnen und Vertreter aus der landwirtschaftlichen Praxis zusammen, um aktuelle Herausforderungen und neue Lösungsansätze zu diskutieren.

Über vier Tage hinweg standen neue Forschungsergebnisse, innovative Ansätze und der Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis im Mittelpunkt. Die Tagung gilt als eine der wichtigsten wissenschaftlichen Plattformen für den ökologischen Landbau im deutschsprachigen Raum.

Auch das Institut fir Biologesch Landwirtschaft an Agrarökologie Luxemburg (IBLA) war mit mehreren Beiträgen vertreten. Mitarbeitende des Instituts präsentierten … weiterlesen “Neue Impulse für den Ökolandbau”