Agroforst, mehr als Gestrüpp auf dem Acker!

Dem Klimawandel begegnen und ökonomische Vorteile sichern.

Die landwirtschaftliche Bodennutzung befindet sich in stetigem Wandel und kennt bis dato in vielerlei Hinsicht nur eine Richtung: Größer. So wuchsen insbesondere die Maschinen sowie die Arbeitsbreiten der dazugehörigen Gerätschaften in den letzten Jahrzehnten stetig. Mit größeren Arbeitsbreiten kam unweigerlich der Wandel der landwirtschaftlichen Flächen. Die einst kleinen Flächen wurden zusammengelegt und allein in Luxemburg wurden durch 52 landesweite Flurbereinigungen größere Felder geschaffen, die effizienter bewirtschaftet werden können (ACT 2021). Hierzu wurden vielfach Hecken und Bäume, welche zuvor noch als Flurgrenze dienten, entfernt. Jedoch ging mit der Reduktion dieser Strukturen auch ein Teil der biologischen Vielfalt auf den Feldern verloren, da Habitate und Nahrungsquellen zunehmend fehlten. So sind beispielsweise in den Agrarlandschaften Deutschlands die Vogelbestände im Zeitraum von 2006 … weiterlesen Agroforst, mehr als Gestrüpp auf dem Acker!

Alternative Behandlungsmethoden

Welche ganzheitlichen Ansätze können zur Herdengesundheit beitragen?

Mit dieser Frage haben sich die TeilnehmerInnen der Fachveranstaltung “Alternative Behandlungsmethoden bei Rindern“ befasst. Die Veranstaltung fand auf dem Hof Witry statt, im Rahmen des vom Landwirtschaftsministerium finanzierten Projekts Netzwerk Demonstrationsbetriebe biologischer Landbau Luxemburg.

Daniel Schmitz (BoviPro) eröffnete den Tag. Als Tierarzt arbeitet er mit einer ganzheitlichen Methode, um das System Hof (Mensch und Herde) zusammen gesund zu halten. Nach dem „Motto“: Wenn es den Landwirten und Landwirtinnen gut geht, geht es auch den Tieren gut, entwickelt er mit seiner Kundschaft einen präventiven Arbeitsplan. Dieser sieht vor, die Schwächen des Betriebes auszugleichen und die Tiere mit Mineralien und weiteren Supplementen zu füttern, wenn ein höherer Bedarf besteht. Ein besonderer Fokus liegt in der Zeit vor der Kalbung und … weiterlesen Alternative Behandlungsmethoden

Herzlich willkommen im Team Tobias!

Wir freuen uns, Tobias Verbaarschot in unserem IBLA-Team begrüßen zu können!

Tobias Verbaarschot

Nach seinem BWL-Studium an der Hochschule Trier hat Tobias zunächst in einer Fiduciaire gearbeitet und dort umfassende Erfahrungen im Finanzwesen gesammelt. Anschließend war er in einem Unternehmen tätig, in dem er sich zum ersten Mal intensiver mit dem Bereich Landwirtschaft beschäftigt hat – allerdings aus betriebswirtschaftlicher Sicht. „Dabei ist mir aufgefallen, welch hoher Stellenwert Bio-Produkte inzwischen in unserer Gesellschaft haben und wie der Einkauf und Verzehr von Regionalprodukten zusehends mehr an Zuspruch gewinnen. So versuche auch ich mich bewusst und weitgehend biologisch zu ernähren und habe über ein Workaway-Projekt auch praktische Einblicke in die Bio-Landwirtschaft gewinnen können. Diese Erfahrung hat meinen Blick auf die wirtschaftlichen Prozesse erweitert – vor allem im Hinblick auf soziale und ökologische Zusammenhänge. … weiterlesen Herzlich willkommen im Team Tobias!

Herzlich Willkommen im Team Charlotte!

Wir freuen uns Charlotte Junker in unserem IBLA-Team begrüßen zu können!

Charlotte kommt aus dem Rheinland und hat in Göttingen Agrarwissenschaften mit dem Schwerpunkt Ressourcenmanagement studiert und danach am gemeinsamen Masterprogramm Sustainable International Agriculture der Unis Göttingen und Kassel-Witzenhausen teilgenommen. Anschließend hat sie in Projekten zur mechanischen Beikrautregulierung und zu Kleegras mitgearbeitet. Mit ihrem landwirtschaftlichen Knowhow wird Sie das IBLA insbesondere im Bereich Sortenprüfungen unterstützen, sowie in den Projekten Demofelder Bettendorf und PRECISION mitarbeiten.

Charlotte, wir freuen uns auf Dich!… weiterlesen Herzlich Willkommen im Team Charlotte!

Herzlich Willkommen im Team Danielle!

Wir freuen uns Danielle Hoffmann in unserem IBLA-Team begrüßen zu können!

Nach ihrem Biologie-Studium an der TU-Kaiserslautern und einigen Jahren Erfahrung im medizinisch-biologischen Bereich, folgte eine Anstellung als „Marketing-Allrounderin“ in der OIKOPOLIS-Gruppe in Munsbach. „Dies war eine sehr abwechslungsreiche Arbeit, bei der ich mit den diversen Akteurinnen und Akteuren des Bio-Lebensmittelbereichs in Kontakt kam. Da ich auch privat versuche, umweltbewusst zu agieren und zu konsumieren, interessiert mich die Bio-Landwirtschaft sehr. Ich freue mich somit umso mehr, ab sofort Teil des IBLA Teams zu sein – ganz nah an der Forschung, welche die Luxemburger Bio-Landwirtschaft für die Zukunft stärkt.“ Danielle wird uns im administrativen und kommunikativen Bereich unterstützen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!… weiterlesen Herzlich Willkommen im Team Danielle!

Abendfeldbegehung der Wintergetreide Sortenprüfung im biologischen Anbau

Die Sortenkommission lud zur Abendfeldbegehung der IBLA-Wintergetreidesortenprüfungen im biologischen Anbau ein.

Zur Abendfeldbegehung kamen am 16. Juli 2025 mehr als 50 interessierte Landwirte und Landwirtinnen aus ganz Luxemburg auf die Versuchsflächen nach Cruchten.

Zahlreiche, interessierte LandwirtInnen informierten sich auf der Feldbegehung über die unterschiedlichen Wintergetreidesorten Bild: Hanna Heidt

Der Erfolg beim Anbau von Ackerkulturen wird von vielen Parametern beeinflusst. Neben Bodengüte, Witterung und Bestandsführung, spielt die richtige Sortenwahl eine wichtige Rolle. Um die angepriesenen Sorteneigenschaften der ZüchterInnen mit den Anforderungen der biologischen Landwirtschaft unter den verschiedenen Standortansprüchen im Land abzugleichen, werden die Sortenprüfungen in Luxemburg durchgeführt.

Im Auftrag des Landwirtschaftsministeriums ist das IBLA seit 15 Jahren für die Sortenprüfung im biologischen Landbau verantwortlich. In enger Zusammenarbeit mit Partnerbetrieben aus der Praxis und mit der Ackerbauschule (LTA), welche die … weiterlesen Abendfeldbegehung der Wintergetreide Sortenprüfung im biologischen Anbau

Wasserschonend Wirtschaften

Ein praktischer Ratgeber über wasserschonende Praktiken in Luxemburg

In Luxemburg sind die Hälfte der Grundwasserkörper und alle Oberflä­chengewässer in keinem guten chemischen Zustand.

Die Ursprünge dieser Verunreinigungen sind zu einem nicht unerheblichen Teil der landwirtschaftlichen Bodennutzung zuzu­ordnen. Etwa 20 % der Quellen sind der­zeit außer Betrieb, da sie die Grenzwerte von Nitrat und Pestizidrückständen sowie deren Abbauprodukte übersteigen. Das Erreichen eines guten chemischen und mengenmäßigen Zustands bei Grund­wässern bzw. des guten chemischen und ökologischen Zustands bei Oberflächen­gewässern ist Kernziel der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), die durch nationale Vorgaben und die Ausweisung von Wasserschutzzonen umgesetzt wird.

Damit Luxemburg diese Ziele erreichen kann, und die wertvolle Ressource Wasser auch für künftige Generationen erhalten bleibt, wurden ab 2015 regionale Wasserschutzkooperationen gebildet, um die Bemühungen von landwirtschaftlichen Betrieben, Beratern, den Wasserversorgern und der … weiterlesen Wasserschonend Wirtschaften

Mehrjährige Blühstreifen in der Landwirtschaft

Biodiversität fördern und auf vielen Ebenen profitieren

Bienen, Schmetterlinge und andere Bestäuber sind unverzichtbare Helfer in der Landwirtschaft – jedoch fehlt es ihnen an Nahrung und geeignetem Lebensraum. Grund dafür ist unter anderem der Mangel an vielfältigen Strukturen in modernen Agrarlandschaften. Der Rückgang der Insekten wirkt sich auch direkt auf die Landwirtschaft aus: Mehr als 70 % der Kultur- und Wildpflanzenarten sind auf die Insektenbestäubung angewiesen. Ohne die Bestäubung drohen Ernteausfälle. Die globale Nahrungsmittelversorgung ist daher nur mit Hilfe der Bestäuberleistungen zu gewährleisten.

Die Biodiversität in Luxemburg ist in einem kritischen Zustand. Zwei Drittel der geschützten Lebensräume und vier Fünftel der geschützten Arten von europäischer Bedeutung befinden sich in einem ungünstigen Erhaltungszustand. Der nationale Naturschutzplan (PNPN3) setzt daher verstärkt auf Maßnahmen, die die Biodiversität fördern und dabei helfen, … weiterlesen Mehrjährige Blühstreifen in der Landwirtschaft

Herzlich Willkommen im Team Nico!

Wir freuen uns Nicolas Mehlen in unserem IBLA-Team begrüßen zu können!

Schon seit seiner Kindheit interessierte sich Nicolas für alles rund um das Thema Landwirtschaft und Natur und so entschied er sich für eine Ausbildung am Lycée Technique Agricole im Bereich „Sciences Naturelles“. Nach seinem Abschluss arbeitete er auf landwirtschaftlichen Betrieben in Luxemburg und vertiefte seine praktischen Fähigkeiten. Seine Leidenschaft für Landwirtschaft kann er als neues Mitglied im IBLA-Team voll ausleben. Nicolas wird uns als Versuchstechniker unterstützen. … weiterlesen Herzlich Willkommen im Team Nico!

Aktuelle Herausforderungen für die Landwirtschaft im Süden Luxemburgs

Landwirtschaftliche Strukturen und Produktion

Im Luxemburger Süden sind weite Teile der Landesfläche bereits durch Siedlungsflächen besetzt und landesweit gingen in den vergangenen 30 Jahren mehr als 15 % der landwirtschaftlichen Flächen verloren. Konkrete Zahlen, wie viele landwirtschaftliche Betriebe im luxemburgischen Süden vorhanden sind, gibt es leider nicht. Recherchiert man jedoch zu dem Thema, so fällt auf, dass im Vergleich zum restlichen Luxemburg unterdurchschnittlich wenige Betriebe auftauchen. So finden sich von den 149 Biobetrieben nur etwa 10 im Süden des Landes. Diese landwirtschaftlichen Flächen werden von Milchvieh- und Mutterkuhbetrieben bewirtschaftet, mit einem hohen Anteil an Grünlandwirtschaft. Einige der Betriebe, vor allem die Biobetriebe, halten auch Legehennen. Für die geringe Anzahl an Betrieben gibt es jedoch eine große Diversität verschiedener Arten von landwirtschaftlichen Betrieben im luxemburgischen Süden. Es finden sich … weiterlesen Aktuelle Herausforderungen für die Landwirtschaft im Süden Luxemburgs