Welche Zwischenfrucht passt?

Teil I: Zwischenfrucht vor Herbstkultur

Der Anbau von Zwischenfrüchten bietet viele Vorteile und ist ein Grundprinzip des biologischen Landbaus. Doch welche Zwischenfrüchte kommen vor einer Herbstkultur infrage?

Zwischenfrüchte können Beikräuter unterdrücken, Nährstoffe für die Folgekultur erschließen und speichern, Humus aufbauen, die biologische Aktivität im Boden steigern und damit bodenbürtige Krankheiten reduzieren sowie Bodenerosion vorbeugen. Die sich verändernden Klimabedingungen machen den Zwischenfruchtanbau noch wichtiger. Hitze und Trockenheit bremsen die Mineralisierung im Boden. Setzen anschließend Niederschläge ein oder wird der Boden bearbeitet, läuft sie wieder verstärkt ab, und das Risiko, dass freigesetzte Nährstoffe ausgewaschen werden, steigt.

Ein wesentlicher Vorteil einer Zwischenfrucht ist die Zunahme der biologischen Aktivität der im Boden lebenden Mikroorganismen. Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen konnte dies nachweisen, indem sie Brachen, Senf-Reinsaat und Zwischenfruchtmischungen miteinander verglich. Insbesondere bei den Mischungen … weiterlesen Welche Zwischenfrucht passt?

Wintergetreide im Mittelpunkt

Gemeinsame Abendfeldbegehung von LTA und IBLA

Am 17. Juni fand bei sommerlichen Temperaturen die alljährliche Feldbegehung zu den Sortenversuchen im Wintergetreide statt, die gemeinschaftlich vom LTA und dem IBLA organisiert wurde. Die über 100 teilnehmenden LandwirtInnen konnten sich dabei im Feld ein Bild von verschiedenen Sorten unter Luxemburger Anbaubedingungen machen.

Der erste Teil der Veranstaltung fand auf dem konventionell bewirtschafteten Wintergerste Schlag des Betriebs Patrick Morn in Huldange statt. Dort gab Pol von Schachtmeyer vom LTA einen Überblick über die wichtigsten Krankheiten in der Wintergerste und erläuterte, wie diese im Feld sicher erkannt werden können. Er betonte, dass im Sinne des integrierten Pflanzenschutzes eine Fungizidbehandlung erst dann durchgeführt werden sollte, wenn die oberen, für den Ertrag entscheidenden Blattetagen (F1-F3) von einer Krankheit befallen sind. Eine frühere Behandlung ist … weiterlesen Wintergetreide im Mittelpunkt

Feldfuttermischung – Auf die Zusammensetzung kommt es an

Feldfutter bildet das Zentrum der biologischen Fruchtfolge, daher ist die richtige Wahl und Zusammensetzung der Feldfuttermischung ein wichtiger Punkt vor der Aussaat. Durch den drei- bis vierjährigen Anbau von Feldfutter mit Futterleguminosen, verschiedenen Gräsern und Kräutern werden direkt mehrere positive Effekte erreicht. Zu einen wird dem Bodenleben, über die absterbenden Wurzeln und Wurzelausscheidungen viel Nahrung geliefert, was später in Humus umgewandelt wird. Zudem fördert die ausbleibende Bodenbearbeitung in der Feldfutterperiode das Bodenleben.

Die dichte Grasnarbenbildung und mehrfach abtragende Schnitte pro Jahr, bewirken eine gute Beikrautunterdrückung. Bei der Mischungszusammensetzung muss zum einen darauf geachtet werden, dass wüchsige Komponenten in der Mischung sind (z.B. Obergräser wie Weidelgras) um einen schnellen Neuaufwuchs zu gewährleisten, die Beikräuter unterdrückt. Zudem sollen ausläufertreibende Komponenten (z.B. Weißklee, Rotschwingel, Wiesenrispe) enthalten sein, um bestehende oder entstehende … weiterlesen Feldfuttermischung – Auf die Zusammensetzung kommt es an

Biologische Pflanzen­schutzmittel: Hoffnungs­träger ohne Lobby

Biologische Lösungen im FiBL Focus Podcast

Vorbeugende Maßnahmen wie Biodiversität, geeignete Fruchtfolgen, robuste Sorten und die Förderung von Nützlingen sind zentral, um die Pflanzengesundheit zu sichern. Doch sie reichen nicht immer aus. Klimawandel und neue Schadorganismen erhöhen den Druck auf die Kulturen. Der Bedarf an zusätzlichen Strategien wächst. Wirksame biologische Lösungen sollen gezielt wirken, gleichzeitig Umwelt, Nützlinge und Bodenleben schonen und dabei wirtschaftlich rentabel sein. Doch wie ist das machbar?

Hier setzt die Forschung an: Gesucht sind neue biologische Pflanzenschutzmittel. Ein Beispiel ist das Projekt TASSILI, welches das Institut für Biologische Landwirtschaft und Agrarökologie (IBLA) gemeinsam mit dem Luxembourg Institute of Science & Technology (LIST) und der Université de Reims Champagne-Ardenne realisiert hat. In diesem Projekt werden natürliche Wirkstoffe aus Hülsenfrüchten untersucht. Konkret geht es um sogenannte Saponine … weiterlesen Biologische Pflanzen­schutzmittel: Hoffnungs­träger ohne Lobby

Mechanische Beikrautregulierung im Mais: Grundlagen & Technik 

Gemeinsame Feldbegehung von IBLA, SIWA und LWK

Am 4. Juni veranstalteten das Institut fir biologesch Landwirtschaft an Agrarökologie Luxemburg a.s.b.l., die landwirtschaftliche Kooperation SIWA und die Landwirtschaftskammer Luxemburg eine gemeinsame Feldbegehung zur mechanischen Beikrautregulierung im Mais. Trotz wechselhafter Witterung mit Wind und zeitweiligen Regenschauern nahmen rund 130 interessierte Landwirtinnen und Landwirte an der Veranstaltung teil und verfolgten die Vorträge sowie die praktische Vorführung auf dem Feld. 

Trotz schwieriger Witterungsbedingungen mit Wind und Regen war das Interesse groß. Bild: LWK

Im Fokus standen die beiden wichtigsten Verfahren der mechanischen Beikrautregulierung: der Striegel und die Hacke. Tamina Schürmann vom IBLA erläuterte die Grundlagen, optimalen Einsatzzeitpunkte sowie die wichtigsten Einstellungen der Maschinen, um eine möglichst hohe Wirksamkeit zu erzielen. 

Beim Striegel wurde hervorgehoben, dass dieser sowohl im Vorauflauf als auch im … weiterlesen Mechanische Beikrautregulierung im Mais: Grundlagen & Technik 

Exkursion ins Ahrtal stärkt Austausch in der Großregion

Im Rahmen des INTERREG Großregion geförderten Projektes „YesWiClim“ organisierte das Institut fir Biologesch Landwirtschaft an Agrarökologie Luxemburg (IBLA a.s.b.l.) eine Fachexkursion in das deutsche Ahrtal. 28 Winzerinnen und Winzer sowie Fachvertreterinnen und -vertreter aus Luxemburg, Belgien und Deutschland nahmen teil, um Einblicke in die besonderen Herausforderungen des Steillagenweinbaus zu gewinnen und den grenzüberschreitenden Austausch zu stärken.

Erste Station war das Weingut Kriechel in Ahrweiler. Im Rahmen eines Impulsvortrags von Paul Gieler, mit begleiteter Weinprobe, erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die Geschichte und Besonderheiten des Ahrtals. Die Region ist geprägt von vielfältigen Schieferböden und einem hohen Anteil an Rotweinsorten. So werden auf rund 80 % der Rebfläche insbesondere Spät- und Frühburgunder angebaut. Historische Terrassenanlagen und aufwendige Handarbeit kennzeichnen den Weinbau in den Steillagen.

Neben den natürlichen … weiterlesen Exkursion ins Ahrtal stärkt Austausch in der Großregion

podcast: biologische pflanzenschutzmittel – hoffnungsträger mit hürden

In dieser Folge von „FiBL Focus“ geht es um die Suche nach wirksamen, biologischen Lösungen gegen Pflanzenkrankheiten und Schädlinge. Diese sollen umweltverträglich und wirtschaftlich tragbar sein. Ein spannendes Beispiel ist unser Projekt TASSILI!

Gemeinsam mit dem Luxembourg Institute of Science and Technology – LIST und der Université de Reims Champagne-Ardenne erforschen wir natürliche Wirkstoffe aus Hülsenfrüchten als nachhaltige Alternative.

Mehr dazu in der neuen Folge von FiBL Focus!

Unsere Forscherinnen Steffi Zimmer und Hanna Heidt geben Einblicke in unsere Arbeit und Barbara Thüring von der Pflanzenschutzgruppe des Research Institute of Organic Agriculture (FiBL) ergänzt spannende Untersuchungen zu Botanicals und Mikroorganismen, besonders zur Mehltaukontrolle.

Podcast hören

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Lauschtert eran an de podcast vum radio 100,7

Vill Ranner bedeit och vill Piff an en intensiven Ubau vu Fuddermais. Mee wat bedeit dat fir d’Waasserqualitéit vun onse Baachen a Flëss? Wéi eng Mesurë kënne geholl ginn, fir d’Flëss ze schützen a wat ass dovun och wierklech ëmsetzbar?

D’Stéphanie Zimmer schwätzt d’Bio-Approche un, dass d’Unzuel vun de Ranner un d’Fläch vu Gréngland gekoppelt sollt sinn a méi divers opgestallte landwirtschaftlech Betriber eng Alternativ duerstelle kënnen. Lauschtert eran an de Podcast vum radio 100,7 a maacht Iech e Bild.

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Anbau von alten Weizensorten in einem Wasserschutzgebiet des Natur- & Geopark Mёllerdall

Als alte Weizensorten oder Landrassen bezeichnet man historische Weizensorten, deren genetische Entwicklung vor der Intensivierung der Landwirtschaft stattfand. Es handelt sich dabei um lokal angepasste Sorten, die vor allem durch Selektion erhalten und vermehrt werden konnten. Durch die lokale Anpassung unterscheiden sich alte Sorten durch ihre genetische Vielfalt von modernen Weizensorten. Diese Vielfalt verleiht alten Sorten eine erhöhte Resilienz gegenüber Krankheiten, da unterschiedliche Abwehrmechanismen die Pflanzen vor starken Befällen schützen können. Erst später begann die Züchtung sich stärker auf Erträge zu fokussieren und verlor, bedingt durch die Entwicklungen der Grünen Revolution in den 1960er Jahren, die genetische Vielfalt aus dem Blick. Äußerlich unterscheiden sich die alten Sorten von den modernen Sorten vor allem durch den höheren Wuchs und die ausgeprägtere Blattmasse. Dies führt zu einem erhöhten Beschattungsgrad der … weiterlesen Anbau von alten Weizensorten in einem Wasserschutzgebiet des Natur- & Geopark Mёllerdall

Corinne Kox zieht Bilanz zum Weinjahr 2025

Ein (fast) entspanntes Weinjahr 2025.

Hier lesen Sie Teil 2 der Interviewserie, die wir zum Weinjahr 2025 durchgeführt haben. Zu Wort kommt Corinne Kox von der Domaine Laurent & Rita Kox in Remich.

Wie ist das Weinjahr 2025 für Euer Weingut gelaufen?

Corinne Kox: Der Vegetationsverlauf bereitete uns so gut wie keine Probleme. Die Wasserversorgung war über den ganzen Sommer ausreichend, so dass kein Wasserstress entstehen konnte. In einigen Weinbergen haben wir eine grüne Lese durchgeführt, um besonders wuchsschwache Stöcke zu entlasten und für eine bessere Reife der am Stock verbleibenden Trauben zu sorgen. Der Pilzdruck war witterungsbedingt in 2025 recht niedrig, so dass die beiden wichtigsten Pilzkrankheiten Peronospora und Oidium sehr gut beherrschbar waren. Unsere Rebanlagen konnten wir weitestgehend befallsfrei halten. Lediglich in einer Parzelle trat … weiterlesen Corinne Kox zieht Bilanz zum Weinjahr 2025