YesWiClim: gemeinsam für einen resilienten Weinbau

Die Weingüter der Großregion zukunftsfähiger gestalten: IBLA macht mit!

Gestartet im Mai 2025 hat das Projekt YesWiClim das Ziel, den Austausch zwischen den (kleinen) Weinbauregionen der Großregion zu fördern, um die Weinbaubetriebe resilienter zu machen.

Das Institut fir Biologesch Landwirtschaft an Agrarökologie Luxemburg (IBLA) bringt im Projekt seine Kompetenz in der Beratung und dem Wissenstransfer mit ein. So trafen sich alle Projektpartner Ende August auf der Auftaktsitzung in Grevenmacher, Remich und Canach. Zu den Partnern gehören das Terroir Moselle EWIV, das Center Provincial Training Agriculture And Rurality (CPFAR) aus Lüttich, die Universität Lüttich und das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Mosel. Weitere strategische Partner sind u.a. das Luxembourg Institute of Science and Technology (LIST), das Weinbauinstitut Remich, die Landwirtschaftskammer Elsass und das DLR Neustadt an der Weinstraße. Kofinanziert wird das Projekt im Rahmen des Interreg-Programms der Europäischen Union.

Im Rahmen dieses ersten Vor-Ort-Meetings ging es darum, die Themen zu identifizieren, zu denen in den kommenden Jahren Webinare, Exkursionen, Vor-Ort-Fortbildungen oder ähnliche Angebote organisiert werden sollen. Die Partner von YesWiClim bringen ihr eigenes Netzwerk und ihre spezifischen Themen mit, was die Gestaltung der geplanten Aktivitäten mit einem breiteren Spektrum an Angeboten ermöglicht.

Die Projektfinanzierung über INTERREG-Mittel ermöglicht IBLA zusätzlich zur klassischen Beratung im Inland weitere Fachexkursionen ins Ausland zu den Projektpartnern zu organisieren. Die erste Fachexkursion fand bereits im August in Deutschland statt: die Teilnehmenden aus Luxemburg, Deutschland und Spanien konnten sich einen Überblick über die aktuellen Projekte im Bereich Weinbau und Klimawandel an der Universität Geisenheim verschaffen. Am Nachmittag besichtigten die Teilnehmenden das Bio-Weingut von Dr. Kauer in Bacharach, wobei sie einen Einblick in die Bewirtschaftungsweise erhielten.

Insbesondere die Viti-PV-Anlage traf auf großes Interesse bei den Teilnehmenden der Exkursion an die Hochschule Geisenheim.

IBLA plant im Laufe der nächsten zwei Jahre die Organisation einer Exkursion an die Ahr, nach Colmar und nach Belgien. Jeweils ein spezifisches Thema wird für jede Exkursion in den Vordergrund gestellt, um die Zukunftsaspekte des Weinbaus zu beleuchten: der großflächige Anbau von Piwis in jungen Weinbauregionen (Belgien), die enge Zusammenarbeit zwischen Berufsvertretung und Forschung (Vinopôle im Elsass) sowie der Steillage-Weinbau (Ahrtal).

Nicht nur Exkursionen sind vorgesehen: auch der Austausch zwischen WinzerInnen aus verschiedenen Weinbauregionen mit ähnlichen Herausforderungen ist essenziell. Dieser Austausch wird im Rahmen von Workshops und Online-Diskussionen im November stattfinden. Nach einem kurzen fachlichen Input wird es viel Raum für Erfahrungsaustausch geben.

Im Rahmen des Projektes werden auch Fortbildungen im Ausland für die hiesigen WinzerInnen zugänglich gemacht. Nach Bedarf werden DolmetscherInnen eingesetzt. Auch die durch IBLA und weitere Luxemburger Partner organisierten Fortbildungen und Webinare werden für die ausländischen WinzerInnen aus der Großregion zur Verfügung gestellt, was wiederum den Erfahrungsaustausch fördern wird.

Damit Sie über alle Veranstaltungen informiert bleiben, werden Sie über den IBLA-Newsletter und IVV-Newsletter die Möglichkeit haben, sich für den YesWiClim-Newsletter einzutragen. Bei weiterem Interesse melden Sie sich gerne bei uns unter pauly@ibla.lu.

Autorin: Laura Leimbrock-Rosch