Neue Impulse für den Ökolandbau

IBLA als Teil der 18. Wissenschaftstagung Ökologischer Landbau in Bonn

Wie kann sich der ökologische Landbau weiterentwickeln und gleichzeitig den unterschiedlichen Erwartungen von Landwirtschaft, Gesellschaft und Politik gerecht werden? Diese Frage stand im Fokus der Wissenschaftstagung Ökologischer Landbau 2026, die Anfang März in Bonn stattfand. Unter dem Motto „Widerspruch begegnen – viele Antworten, ein Ökolandbau“ kamen Forschende, Beratende sowie Vertreterinnen und Vertreter aus der landwirtschaftlichen Praxis zusammen, um aktuelle Herausforderungen und neue Lösungsansätze zu diskutieren.

Über vier Tage hinweg standen neue Forschungsergebnisse, innovative Ansätze und der Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis im Mittelpunkt. Die Tagung gilt als eine der wichtigsten wissenschaftlichen Plattformen für den ökologischen Landbau im deutschsprachigen Raum.

Auch das Institut fir Biologesch Landwirtschaft an Agrarökologie Luxemburg (IBLA) war mit mehreren Beiträgen vertreten. Mitarbeitende des Instituts präsentierten aktuelle Projekte und Forschungsergebnisse aus Luxemburg – sowohl in Form von Postern und Vorträgen als auch im Rahmen von Workshops. Dabei bot sich die Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen, neue Perspektiven kennenzulernen und die eigenen Ergebnisse im internationalen Kontext zu diskutieren.

Im Themenblock zur Entwicklung des ökologischen Landbaus war das IBLA mit zwei Vorträgen vertreten. Dabei wurden sowohl langfristige Perspektiven für den Wandel hin zu einem nachhaltigeren Agrar- und Ernährungssystem aufgezeigt als auch die Möglichkeiten und Herausforderungen, die mit einer weiteren Ausweitung der ökologischen Landwirtschaft in Luxemburg verbunden sind. Die Beiträge beleuchteten, welche Rolle Forschung, Politik und Praxis bei der Gestaltung dieser Entwicklung spielen können.

Ein Teil des IBLA-Teams auf der wichtigsten Plattform für Biolandbauforschung im deutschsprachigen Raum.

Neben den Vorträgen präsentierte das IBLA auch mehrere Poster. Im Bereich Mischkultursysteme wurden Versuchsergebnisse zu Mais-Bohnen-Gemengen sowie zu Lupinen-Gemengen gezeigt. Dabei standen insbesondere Fragen zur Ertragsleistung und zum ackerbaulichen Potenzial dieser Kulturen im Zentrum. Im Themenblock Leguminosen wurden sowohl Ursachen und mögliche Indikatoren der sogenannten Leguminosenmüdigkeit als auch erste Erfahrungen mit dem Anbau von Kichererbsen unter Luxemburger Anbaubedingungen vorgestellt. Die Poster boten einen anschaulichen Einblick in aktuelle Forschungsarbeiten und praktische Anbauversuche unter Luxemburger Bedingungen.

Abgerundet wurden die Beiträge durch zwei Workshops des IBLA, in denen praxisrelevante Fragestellungen zu Düngemanagement in Wasserschutzgebieten und Ertragsstrategien im ökologischen Ackerbau gemeinsam mit den Teilnehmenden diskutiert wurden. Die Workshops ermöglichten einen direkten Austausch und lieferten wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung des ökologischen Landbaus in Luxemburg.

Die Wissenschaftstagung hat gezeigt, dass der ökologische Landbau am besten vorankommt, wenn Wissenschaft, Praxis und Politik zusammenarbeiten. Mit seinen Vorträgen, Postern und Workshops hat das IBLA lieferte das IBLA wertvolle Perspektiven aus Luxemburg geliefert und praktische Ideen eingebracht. Gleichzeitig wurde deutlich, dass der Ökolandbau einen wichtigen Beitrag zu den großen Herausforderungen globaler Ernährungssysteme leisten kann. So wurde die Tagung zu einem Ort, an dem nicht nur Probleme diskutiert, sondern gemeinsam Lösungen für eine zukunftsfähige Landwirtschaft entwickelt wurden.

Autorin: Laura Leimbrock-Rosch